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Zeitwirtschaft
Identifikation über Fingerabdruck

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Fingerabdruckscanner

Die zuverlässige Identifikation von Personen ist in vielen Anwendungsbereichen eine fundamentale Voraussetzung zur Verhinderung missbräuchlicher Verwendung von sensiblen Einrichtungen.

Eine in dieser Hinsicht nahezu perfekte Einrichtung stellt der Fingerprintscanner dar, der Personen über ihren Fingerabdruck erkennt und vielfältige Einsatzmöglichkeiten (Zugriffschutz bei Computern, Zutrittskontrolle oder Aufzeichnung von Anwesenheitszeiten) bietet.

Die Identifikation über Fingerabdruck basiert auf folgender Konzeption:

Die Erkennung der Fingerabdrücke wird meist auf einem eigenen Personalcomputer abgewickelt, auf welchem keine sonstigen Verarbeitungen laufen. Ohne jeden Bedienungsaufwand wie Anklicken von Fenstern oder Starten von Programmen können sich die Benutzer durch Auflegen eines Fingers auf den Scanner beim System anmelden, worauf das System die der Anwendung entsprechende Aktion (Öffnen einer Türe bei Zutrittskontrolle oder Buchung bei der Aufzeichnung von Anwesenheitszeiten) ausführt oder bei Nichterkennen des Benutzers ablehnt. Bei Bedarf kann über einen angeschlossenen Bondrucker von der jeweiligen Applikation eine Bestätigung über die vorgenommene Buchung für den Anwender ausgedruckt werden.

Um den Betrieb an der Aufzeichnungsstation nicht zu beeinträchtigen, wird ein zweites System zur Abwicklung aller Verwaltungsarbeiten und zur Erstellung der benötigten Auswertungen verwendet.

In den meisten Fällen sind diese Computer über ein Netzwerk miteinander verbunden, um einen direkten Zugriff auf die aktuellen Bestände des jeweils anderen Systems zu ermöglichen. Grundsätzlich kann jedoch auch ein Datentransfer mit Hilfe von Disketten erfolgen, ohne dass eine direkte Netzwerkverbindung besteht, was zum Beispiel beim Einsatz von Fingerprintanwendungen in räumlich weit entfernten Filialen notwendig sein kann.

Das biometrische Verfahren bringt etliche gravierende Vorteile:
Die Personen sind eindeutig identifizierbar, die Fehlerrate bis zu 1:1.000.000 konfigurierbar.
Der Verwaltungsaufwand wird reduziert, weil die Anfertigung von Ausweisen oder sonstigen Hilfsmitteln wegfällt.
Die Identifikationsmedien (die Finger) können nicht vergessen oder verloren werden, man kann sie auch nicht anderen Personen leihen oder missbräuchlich verwenden.

Diese Lösung bietet bei minimalem Aufwand größte Zuverlässigkeit.

Hardware

Der kostengünstige Fingerabdruckscanner BioMouse enthält einen Infrarotscanner und kommt ohne mechanisch bewegte Teile aus. Damit ist das Gerät äußerst robust, zuverlässig, wartungsfrei und störungssicher. Der Anschluss erfolgt an die Parallelschnittstelle eine Personalcomputers, wobei über dasselbe Interface auch ein Drucker angesteuert werden kann.

Abgesehen von der BioMouse selbst werden keinerlei spezielle Hardwareeinrichtungen benötigt. Jeder Standardpersonalcomputer mit 100-MHz-Prozessor, 16 MB Hauptspeicher und paralleler Schnittstelle kann für das Identifikationssystem verwendet werden.

Funktionen

Die Identifikation von Personen mit dem Fingerprintscanner läuft nach folgendem Schema ab:

Funktionen

Mit verschiedenen Administrationsfunktionen wird das System entsprechend den Bedürfnissen der Anwender konfiguriert. Nach Einrichtung der benötigten Systemfunktionen kann die Identifikation von Personen über den Fingerprintscanner erfolgen, worauf die der Anwendung entsprechenden Folgeaktionen (etwa Zeitaufzeichnung oder Zutrittskontrolle) ausgelöst werden. Schließlich erfolgt die Auswertung der während der Identifikation vorgenommenen Aufzeichnungen entsprechend der jeweiligen Aufgabenstellung.

Das Erkennungsverfahren

Bei einer Standardanwendung mit Fingerprintscannern gibt der Benutzer zunächst eine Identifikation (etwa den Benutzernamen bei der Computeranmeldung) ein, worauf das System prüft, ob der gescannte Fingerabdruck mit einem der unter dem angegebenen Benutzernamen gespeicherten Abdrücke identisch ist.

Eine solche Vorgangsweise ist bei Anwendungen wie der Zeitaufzeichnung kaum praktikabel. Das Identifikationssystem ist daher so gestaltet, dass der Benutzer ohne Eingabe einer Kennung nur einen Finger auf den Scanner legt und das System diesen Abdruck mit sämtlichen gespeicherten Fingerabdrücken vergleicht, um die Person zu erkennen.

Dieses Verfahren ist wesentlich aufwendiger als der Standardablauf und muss bei jedem Scanvorgang innerhalb von Sekundenbruchteilen Tausende Vergleiche ohne Fehler bewältigen. Mit speziellen Techniken bewältigt das System trotz des hohen Verarbeitungsaufwands auch bei einem weniger leistungsfähigen Prozessor die Erkennung einer Person in weniger als zwei Sekunden.

Dateien des Fingerprintsystems

Das System verwendet mehrere Dateien zur Steuerung des Ablaufs und zur Protokollierung der Ereignisse.

Steuerungsparameter
Mit den Steuerungsparametern kann das Verhalten des Systems an die individuellen Bedürfnisse des Benutzers angepasst werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden die Empfindlichkeit des Fingerprintscanners und die Form der Aufzeichnungen sowie verschiedene Funktionen der Zeitaufzeichnung gesteuert.
Benutzerstamm
Der Benutzerstamm enthält die Identifikationsnummern und Namen jener Personen, die über den Fingerprintscanner erkannt werden sollen. Das Zeitaufzeichnungssystem verwendet einen eigenen Benutzerstamm und nicht den Personalstamm des Lohnsystems, um auch in Umgebungen eingesetzt werden zu können, in denen das Mitarbeiterbetreuungssystem MIBS nicht installiert ist. Die Personalstammverwaltung von MIBS führt bei Bedarf den Benutzerstamm automatisch nach.
Fingerabdruckdatei
In der Fingerabdruckdatei sind die Fingerabdrücke zu den in der Benutzerdatei gespeicherten Personen enthalten.
Scannerprotokoll
Im Scannerprotokoll werden alle Scanvorgänge - auch die fehlgeschlagenen Versuche - aufgezeichnet.
Programme des Identifikationssystems

Das Identifikationssystem ist eine eigenständige Applikation, benötigt jedoch mehrere Funktionen zur Erledigung administrativer Aufgaben.

Erfassung Steuerungsparameter

Mit diesem Programm werden verschiedene Parameter zur Steuerung der Verarbeitungen gewartet.

Erfassung Benutzerstamm
Die Erfassung des Benutzerstamms wird benötigt, wenn kein anderes System (wie etwa ein Personalsystem) mit integrierter Benutzerstammwartung verfügbar ist, aber auch dann, wenn etwa in Filialen die Zeitaufzeichnung ohne direkten Zugriff auf die Stammdaten des Personalsystems eingesetzt wird.
Benutzerstamm importieren
Zur Übernahme des Benutzerstamms aus einem externen Lohnsystem dient ein Programm, das zwei Formen von Verarbeitungen ausführt: Einmal können die Personaldaten direkt aus dem Personalstamm von MIBS übernommen werden, während die zweite Verarbeitungsform über eine Textdatei Personalstammdaten aus beliebigen externen Lohnsystemen übernimmt.
Aufzeichnung Fingerabdrücke
Mit dem Programm zur Aufzeichnung der Fingerabdrücke können zu jedem Benutzer bis zu zehn Finger aufgezeichnet werden.
Test Fingerabdruck
Zum Test der Identifikation über den Fingerabdruck sowie zu Übungszwecken dient ein Programm, welches lediglich einen Fingerabdruck scannt, mit den gespeicherten Fingerabdrücken vergleicht und das Ergebnis meldet.
Die Funktion zur Personenerkennung

Abgesehen vom Testprogramm für die erfassten Fingerabdrücke verfügt das Identifikationssystem über keine eigenständige Verarbeitung zur Identifikation von Personen, sondern stellt eine Erkennungsfunktion zur Verfügung, die von der jeweiligen Anwendung des Identifikationssystems - zum Beispiel der Zeitaufzeichnung oder aber einem System zur Zutrittskontrolle - aufgerufen wird und die bei Erkennung einer Person die anwendungsspezifischen Aktionen auslöst.

Einsatzmöglichkeiten
Die zuverlässige Erkennung von Personen über den Fingerabdruck eröffnet ein breitgestreutes Anwendungsfeld und kann überall dort eingesetzt werden, wo der Zutritt auf bestimmte Personen beschränkt ist oder die Aufzeichnung von Anwesenheitszeiten benötigt wird:
Zeitaufzeichnung im Personalwesen
Zutrittsbeschränkung für Minderjährige (etwa Pornofilmabteilung von Videotheken)
Zugangskontrolle in Bädern, Saunas, Fitnessstudios
Zufahrt zu Parkplätzen und Tiefgaragen

In Verbindung mit einer Chipkarte kann einerseits sichergestellt werden, dass die Karte nur von der dazu berechtigten Person verwendet wird. Außerdem können auf der Karte verschiedene Buchungen gespeichert werden, etwa die Anzahl der Besuche oder deren Dauer. Nach Verbrauch des auf der Chipkarte gespeicherten Guthabens kann der Zutritt gesperrt werden.

Schnittstellen

Zum Datenaustausch mit externen Systemen werden mehrere Schnittstellen in Form von Textdateien verwendet.

Import Benutzerstamm
Aus einem Lohnsystem können die Benutzer in den Benutzerstamm übernommen werden.

Export Arbeitszeiten
Die von der Zeitaufzeichnung festgehaltenen Anwesenheitszeiten können in mehreren Formaten über eine Textdatei exportiert werden.

Installationsvoraussetzungen

Das Identifikationssystem der Dialog Data mit dem Fingerprintscanner BioMouse kann derzeit nur unter Linux eingesetzt werden.

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Personalmanagement Personalmanagement
Zeitwirtschaft Zeitwirtschaft
Zeitaufzeichnung Zeitaufzeichnung
 
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